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Geschichte zum Anfassen

In unserer Aula wurde Geschichte in diesen Tagen nicht nur erzählt, sondern erlebbar gemacht: Die 11. Jahrgangsstufe widmete sich anlässlich des 150. Geburtstags von Konrad Adenauer einem umfangreichen Ausstellungsprojekt. Unter der Leitung von Dr. Stefan Hundsrucker entstand eine facettenreiche Präsentation, die historische Inhalte anschaulich, kreativ und interaktiv aufbereitete.

Zentraler Bestandteil der Ausstellung waren großformatige Stellwände mit transatlantischen Karten zur deutsch-amerikanischen Freundschaft. Sie verdeutlichten die außenpolitische Westbindung der jungen Bundesrepublik unter Adenauers Kanzlerschaft und ordneten diese in den Kontext des Kalten Krieges ein. Ergänzt wurde dies durch markante, überdimensionale Ziffern „1“, „5“ und „0“, die biographische Stationen des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland präsentierten – von seiner Zeit als Kölner Oberbürgermeister bis hin zu seiner prägenden Rolle im Wiederaufbau nach 1945.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der deutsch-französischen Aussöhnung. An einem symbolischen „Vertragstisch“ konnten Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden und sich mit der historischen Bedeutung des Élysée-Vertrags auseinandersetzen. Die Versöhnungspolitik zwischen Deutschland und Frankreich wurde damit nicht nur erklärt, sondern im Sinne politischen Lernens erfahrbar gemacht.

Besonders originell präsentierten sich die „Geschenke“ an das Geburtstagskind der Geschichte: Eine eigens gestaltete Torte mit Kerzen, deren einzelne Stücke herausgenommen werden konnten, enthielt zentrale Informationen zu Adenauers Leben und Politik. Weitere symbolische Präsente griffen Daten und Meilensteine seiner Kanzlerschaft auf – von der Westintegration über die Wiederbewaffnung bis hin zur sozialen Marktwirtschaft. Ein Mitmachpuzzle zur Person Konrad Adenauers lud dazu ein, die wichtigsten Eckdaten seines politischen Wirkens selbst zusammenzusetzen. Daneben bot ein ausgelegtes „Tagebuch“ mit handschriftlichen Notizen zusätzliche Einblicke und schuf eine persönliche, fast intime Annäherung an die historische Figur.

Das Projekt entstand im Rahmen des Lehrplans der 11. Jahrgangsstufe im Fach Geschichte, der unter dem Leitgedanken „Geschichte erinnern“ steht. Ziel war es, bleibende Erinnerungsmomente für die gesamte Schulfamilie zu schaffen und historische Verantwortung mit Gegenwartsbezug zu vermitteln. Mit ihrer Ausstellung bewiesen die Schülerinnen und Schüler nicht nur fundiertes historisches Fachwissen, sondern auch Kreativität und ein ausgeprägtes Gespür für politische Bildung. Die Aula des Gymnasiums wurde so für einige Tage zu einem lebendigen Lernort – und Konrad Adenauer zu einer Persönlichkeit, die weit über das Schulbuch hinaus greifbar wurde. / hst

Adenauer im Fokus:

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