Im Rahmen der diesjährigen Wissenschaftswoche bildeten die Abschlusspräsentationen den Höhepunkt einer intensiven Arbeitsphase. Insgesamt 11 Gruppen aus den Fachbereichen Deutsch, PuG, Latein, Sport, Kunst, Musik, Physik, Chemie, Geographie und Wirtschaft beschäftigten sich in der letzten Schulwoche vor den Faschingsferien mit dem Rahmenthema „Energie“. Juroren waren in der ersten Runde die Zehntklässlerinnen und Zehntklässker des LLG, welche zwei der besten Pitches in die letzte Runde voteten. Zwei Gruppen traten dann zum Abschluss in einem spannenden „Battle“ mit kurzen, prägnanten Pitches gegeneinander an. Ziel war es, die jeweiligen Projektergebnisse überzeugend, fachlich fundiert und kreativ zu präsentieren.
Die erste Gruppe widmete sich einer Machbarkeitsstudie zur Installation von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge am LLG. Im Fokus standen ökologische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Aspekte.
Die Schülerinnen und Schüler untersuchten unter anderem:
den aktuellen Bedarf anhand einer Umfrage bei Lehrern und Oberstufenschülern an Ladeinfrastruktur,
mögliche Standorte auf dem Schulgelände,
Kosten- und Finanzierungsmodelle,
nachhaltige Energiequellen sowie
langfristige Vorteile für Umwelt und Schulgemeinschaft.
In ihrem Pitch überzeugte die Gruppe durch eine klare Struktur, anschauliche Grafiken und realistische Berechnungen. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung nachhaltiger Mobilität für die Zukunft und die Vorbildfunktion der Schule im Bereich Klimaschutz.
Die zweite Gruppe, die Lateingruppe, beschäftigte sich mit dem antiken römischen Heizsystem, dem sogenannten Hypocaustum.
Sie erklärten anschaulich anhand eines selbst gebauten Modells, wie dieses ausgeklügelte System funktionierte: Warme Luft wurde durch Hohlräume unter dem Boden und in den Wänden geleitet, wodurch Räume gleichmäßig beheizt werden konnten. Das Hypocaustum wurde vor allem in römischen Thermen und wohlhabenden Häusern eingesetzt und zeugt von der technischen Innovationskraft der Antike.
Die Präsentation verband historische Hintergründe mit technischen Erklärungen und stellte zudem Bezüge zu modernen Fußbodenheizungen her. Besonders beeindruckend war die Einbettung eines selbst erstellten Videos in ihren Pitch, das durch Witz, Kreativität, schauspielerisches Talent und fundiertes Wissen das antike Heizsystem den Juroren näherbrachte.
Beide Gruppen präsentierten ihre Projekte abschließend vor ausgewählten Juroren aus dem Bereich Wirtschaft und Schule. Bewertet wurden dabei Fachwissen, Kreativität, Überzeugungskraft und Präsentationsstil.
Während die Gruppe zur Machbarkeitsstudie mit Zukunftsorientierung und Praxisnähe punktete, überzeugte die Lateingruppe durch anschauliche Erklärungen, historischen Tiefgang und eine besonders mitreißende Präsentation anhand ihres Videos. Am Ende setzte sich die Lateingruppe durch und gewann das Gruppen-Battle mit ihrem Thema „Das Hypocaustum – ein Heizsystem aus alter Zeit“. Ausschlaggebend waren die klare Darstellung, die kreative Umsetzung mit einem wirklich sehr gelungenen Erklärvideo sowie die gekonnte Verbindung von Geschichte und Technik.
Die Abschlusspräsentationen der Wissenschaftswoche zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig wissenschaftliches Arbeiten sein kann – von zukunftsorientierter Nachhaltigkeitsforschung bis hin zur technischen Innovationskraft der Antike.
Die Teams präsentierten ihre Ergebnisse auf hohem Niveau und bewiesen Teamgeist, Engagement und Fachkompetenz. Das Gruppen-Battle sorgte für zusätzliche Motivation und machte die Abschlussveranstaltung zu einem spannenden und gelungenen Abschluss der Wissenschaftswoche. / bka