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Forschungsexpedition in den Nationalpark: Siegerteam der Wissenschaftswoche auf den Spuren der Kadaverökologie

Am Freitag, den 25. September 2026, erwartete unser Siegerteam der Wissenschaftswoche 2026 ein ganz besonderes Forschungserlebnis: Jonathan Friedberger, Maxi Übelacker, Leon Ring und Luca Ring erhielten die einmalige Gelegenheit, den Kadaverökologen Dr. Christian von Hoermann bei seiner wissenschaftlichen Arbeit im Nationalpark zu begleiten.

Im Mittelpunkt der Expedition stand die sogenannte Kadaverökologie – ein Forschungsgebiet, das sich mit der Bedeutung toter Tiere für Ökosysteme beschäftigt. Was auf den ersten Blick nach dem Ende eines natürlichen Kreislaufs aussieht, ist in Wirklichkeit dessen wichtiger Bestandteil: Kadaver sind eine wertvolle Nahrungs- und Lebensgrundlage für zahlreiche Organismen und tragen damit wesentlich zur Artenvielfalt bei.

Gemeinsam mit Dr. Christian von Hoermann unterstützte das Siegerteam bei der anstehenden Probenentnahmen am Kadaver. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erleben, wie wissenschaftliche Untersuchungen im Gelände durchgeführt werden und welche Prozesse nach dem Tod eines Tieres in Gang gesetzt werden. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler wissenschaftliche Arbeitsweisen praktisch kennenlernen und nachvollziehen, wie Proben im Rahmen einer laufenden Forschungsarbeit gewonnen und untersucht werden. Die Jugendlichen erhielten dabei spannende Einblicke in die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Aas, Insekten, Mikroorganismen und anderen Tieren.

Die Expedition machte eindrucksvoll deutlich, dass ein Kadaver keineswegs nur ein Überbleibsel ist. Vielmehr bildet er einen wichtigen Knotenpunkt innerhalb des Ökosystems und schafft für eine Vielzahl von Lebewesen zeitlich begrenzte, aber äußerst wertvolle Ressourcen. Damit leistet die Kadaverökologie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis natürlicher Kreisläufe und der Erhaltung biologischer Vielfalt.

Für Jonathan, Maxi, Leon und Luca war der Forschungstag eine besondere Gelegenheit, die Inhalte der Wissenschaftswoche über den Schulalltag hinaus praktisch zu erleben. Die direkte Begegnung mit wissenschaftlicher Forschung im Nationalpark bot ihnen nicht nur spannende Einblicke in ein außergewöhnliches Forschungsgebiet, sondern zeigte auch, wie wichtig genaue Beobachtung, Teamarbeit und wissenschaftliches Arbeiten für das Verständnis unserer Natur sind.

Ein Forschungstag, der sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird – und der gezeigt hat, dass Wissenschaft manchmal dort besonders spannend wird, wo man sie direkt in der Natur erleben kann. / bka

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